Hirnforschung 9

Mensch und Spiel, Sprecher: Markus Kästle/Christian Geisler, Die besten Beiträge aus F.A.Z. und Sonntagszeitung, 2 CDs, Hirnforschung 9
ISBN/EAN: 9783898434362
Sprache: Deutsch
Umfang: 2:19 Std.
Format (T/L/B): 0.4 x 14 x 12.5 cm
Auflage: 1. Auflage 2017
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"Der Mensch spielt nur, wo er in voller Bedeutung des Wortes Mensch ist, und er ist nur da ganz Mensch, wo er spielt." (Friedrich Schiller, Briefe über die ästhetische Erziehung des Menschen, 15. Brief, 1795). Ganz ohne die Zuhilfenahme moderner Mess- und Analyseverfahren wusste Friedrich Schiller schon vor über 220 Jahren um den Wert und den Sinn des Spiels für die Entwicklung und das Befinden des Menschen. Allein die spielerische Vermittlung zwischen Vernunft und Erfahren ermöglicht es nach Schillers Prämisse, das Gute und Schöne erkennen zu lernen. Vor allem das zweckfreie Lernen im Spiel macht das Leben lebenswert, bedeutet letztlich "ästhetische Erziehung". Die moderne Hirnforschung hat diese Annahme letztlich bewiesen. Man weiß heute, dass die Qualität der im Laufe der kindlichen Entwicklung entstehenden neuronalen Verbindungen direkt auf die Qualität der spielerischen Erfahrungen zurückgeführt werden kann. Die kreative Verbindung von Ideen, die Intensität der Vorstellungskraft, das sprachliche Vermögen und die generelle geistige Reife entwickeln sich aus der Art, wie Menschen spielen und wie sie spielen können. Denn nicht jeder hat die gleichen Chancen, sich spielerisch zu entwickeln. Das neunte F.A.Z.-Hörbuch der Reihe Hirnforschung vermittelt interessante Erkenntnisse über das kindliche Spiel, seine Rahmenbedingungen und seinen Stellenwert für Reifung und Entwicklung. Auch dem Spiel der Erwachsenen haben sich die F.A.Z.-Autoren - teils im Selbstversuch - ausgiebig gewidmet. Erwachsene spielen anders, meist nach festen Regeln und häufig mit dem Ziel zu gewinnen.
Joachim Müller-Jung Geboren am 10. März 1964 in Heidelberg. Nach dem Abitur am Wirtschaftsgymnasium Wiesloch und ersten Gehversuchen als freier Journalist begann er in Heidelberg ein Biologiestudium, das er in Köln fortsetzte und nach einem längeren Forschungsaufenthalt in den Urwäldern Madagaskars mit einer Diplomarbeit über die Reptilienfauna der Insel abschloss. Parallel zum Studium forcierte er seine wissenschaftsjournalistische Berichterstattung für Agenturen, Zeitschriften und insbesondere als freier Mitarbeiter für die "Kölnische Rundschau". Dort begann er 1993 ein zweijähriges Volontariat. Im April 1995 kam er als Redakteur für das Ressort "Natur und Wissenschaft" zur Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Im Februar 2003 hat er die Leitung des Ressorts übernommen. Er ist verheiratet und hat eine Tochter und zwei Söhne.