Ueber Empfindsamkeit und Empfindelei in pädagogischer Hinsicht (kartoniertes Buch)

Geschichte der Pädagogik, Band 1
ISBN/EAN: 9783941919921
Sprache: Deutsch
Umfang: 64 S.
Format (T/L/B): 0.4 x 19 x 12 cm
Auflage: 1. Auflage 2016
Einband: kartoniertes Buch
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Empfindsamkeit und Empfindelei- der große heurige Modetummelplatz, auf welchem müßige Zungen und müßige Federn seit einiger Zeit ihr Wesen treiben! Auch ich kann mich nicht entbrechen, auf ein Viertelstündchen mich darauf einzufinden, ohngeachtet weder meine Zunge, noch meine Feder über Langeweile zu klagen haben. Es liegen mir nämlich ein paar Fragen auf dem Herzen, welche bei dem vielen heutigen Gerede und Geschreibe über dieses Thema doch immer noch so gut, als unbeantwortet sind. Diese mögte ich gern, wenn es sein könnte, aufs Reine gebracht sehen, weil mir und andern Erziehern gar viel daran liegen muß, dass sie es endlich sind. Also ohne weitere Vorrede, zur Sache!
Joachim Heinrich Campe (* 29. Juni 1746 in Deensen bei Holzminden; gestorben 22. Oktober 1818 in Braunschweig) war ein deutscher Schriftsteller, Sprachforscher, Pädagoge und Verleger zur Zeit der Aufklärung. Campe zählt, mit den Schriftstellern Christian Felix Weiße und Christian Gotthilf Salzmann, zu den Begründern des modernen Genres der gezielten Kinder- und Jugendliteratur. Sein Werk Die Entdeckung von Amerika (1781/82) zeichnet den Übergang von Kinder- zu Jugendliteratur und diente gleichzeitig als Definitionshilfe für das Genre der Jugendliteratur. Er kreierte eine Serie an Büchern für Kinder und Jugendliche, die alle erzieherisch, aber auch freundlich und an eine gewisse Altersgruppe gerichtet sein sollten.
Empfindsamkeit und Empfindelei - der große heurige Modetummelplatz, auf welchem müßige Zungen und müßige Federn seit einiger Zeit ihr Wesen treiben! Auch ich kann mich nicht entbrechen, auf ein Viertelstündchen mich darauf einzufinden, ohngeachtet weder meine Zunge, noch meine Feder über Langeweile zu klagen haben. Es liegen mir nämlich ein paar Fragen auf dem Herzen, welche bei dem vielen heutigen Gerede und Geschreibe über dieses Thema doch immer noch so gut, als unbeantwortet sind. Diese mögte ich gern, wenn es sein könnte, aufs Reine gebracht sehen, weil mir und andern Erziehern gar viel daran liegen muß, dass sie es endlich sind. Also ohne weitere Vorrede, zur Sache!